Banken & Versicherungen
Die aktuelle Ruhestandsgeneration gilt als eine der vermögendsten überhaupt: In Österreich lag das jährliche Erbvolumen 2025 bei 21,5 Milliarden Euro und wird sich bis 2050 voraussichtlich nahezu verdoppeln. In Deutschland wurden 2024 bereits 113 Milliarden Euro vererbt oder verschenkt – Tendenz steigend. Die Babyboomer-Generation besitzt rund 57 Prozent des privaten Immobilienvermögens in Deutschland.
Diese Zielgruppen werden noch immer unterschätzt: Sie sind die loyalsten und kapitalstärkste Kundengruppen im Finanzsektor – und gleichzeitig jene, die sich am häufigsten schlecht beraten, digital abgehängt oder nicht ernstgenommen fühlen.
Dazu kommt eine zweite, kaum weniger relevante Gruppe: Die „Sandwich-Generation“ zwischen 45 und 60. Sie regelt zunehmend nicht nur ihre eigene Altersvorsorge, sondern übernimmt auch finanzielle Verantwortung für ihre Eltern – sucht Pflegekostenabsicherung, klärt Vollmachten, organisiert Erbschaften. Diese Gruppe entscheidet zumindest häufig mit oder sogar allein.
Und was viele Player noch nicht am Radar haben: Diese Zielgruppe erbt – und ist damit die Kundschaft von morgen.
Wir arbeiten hier bei Bedarf fachlich mit erfahrenen Consultants aus dem Bankenbereich zusammen.
Fehler, die wir häufig sehen:
#1 – Die wertvollste Kundengruppe fühlt sich nicht angesprochen
Finanzprodukte und Kommunikation sind auf jüngere, digital-affine Zielgruppen ausgerichtet. Die Generation 50+ sieht sich in Werbung und Beratungsangeboten kaum wieder – obwohl sie die Mehrheit des Vermögens hält und die stabilsten & loyalsten Kundenbeziehungen aufbaut.
Das ist kein Marketing-Detail, sondern eine strategische Fehlausrichtung. Plus: Es fehlt die Ansprache der direkten ErbInnen.
#2 – Die Mit-EntscheiderInnen werden vergessen
Oft sind es Töchter und Söhne zwischen 45 und 60, die recherchieren, vergleichen – und am Ende beauftragen. Diese Gruppe wird von den wenigsten Instituten aktiv adressiert – dabei sind das die KundInnen von morgen.
Sie brauchen Unterstützung bei Instrumenten wie Kontoberechtigung, Vorsorgevollmacht oder bei der Regelung des digitalen Nachlasses. Erfahrungen aus der Praxis zeigen: Wer sensible Themen achtsam anspricht, wird nicht abgewiesen – sondern hört oft: „Danke, dass Sie das ansprechen. Darüber hat noch nie jemand mit mir gesprochen.“
#3 – Digitalisierung als reine Selbstbedienung
Der Druck steigt: Filialschließungen, Digitalisierungsdruck und komplexe Produktwelten treffen auf eine Kundschaft, die Beratung, Vertrauen und Erreichbarkeit erwartet.
Wer diese Lücke versteht und schließt, sichert sich einen der langlebigsten und werthaltigsten Kundenstämme – im besten Fall über mehrere Generationen hinweg, wenn auch die ErbInnen angesprochen werden.
Warum jetzt: Der Markt verändert sich
Die Babyboomer-Generation tritt in die entscheidende Lebensphase ein: Ruhestand, Vermögensübergabe, Pflegevorsorge. Die heutige Generation 65+ gilt als die vermögendste Rentner-Generation, die es je gab.
Dieses Vermögen wartet auf Regelung – in Kontoprodukten, Wertpapieren, Immobilien, digitalen Assets. Und die Menschen, die es halten, beginnen langsam, gesundheitlich an ihre Grenzen zu stoßen. Einen Plan haben viele noch nicht. Dabei ist der Bedarf dringend: Körperliche Einschränkungen und kognitive Veränderungen kommen oft gleichzeitig – und genau dann wird es schwierig, Vermögensangelegenheiten selbstständig und sicher zu regeln.
Noch dazu gilt: Die größte Vernichtung von Vermögen passiert nicht an der Börse – sondern bei Erbstreitigkeiten. Unregelierte Nachlässe, fehlende Vollmachten, ungeklärte Immobilieneigentumsverhältnisse enden nicht selten vor Gericht.
Banken & Versicherungen, die jetzt Vertrauen aufbauen – zu den Übergebenden wie zu den Übernehmenden – sind in einer privilegierten Position. Weiterführende Einblicke aus der Praxis: Im Interview auf SmartBuildingsCompass erklärt Silvia Merschitsch, Mediatorin für Vermögensaufteilung und Erbrechtsthemen, warum Vorsorgevollmacht, Kontoberechtigung und digitaler Nachlass zu den dringlichsten Themen unserer Zeit gehören, und was Banken dabei leisten könnten. Zum Interview →
Was ich konkret für Sie tun kann
Markt- & Potentialanalyse
Wo stehen Sie heute in der Ansprache älterer KundInnen – und wo liegen die ungenutzten Potenziale? Ich analysiere Ihre Zielgruppen, Sortimente, Kanäle und Kommunikation mit Blick auf die Generationen 50+, ihre Kaufmotive und ihre Angehörigen.
Customer Journey
Ich begleite Sie durch die gesamte Reise Ihrer älteren KundInnen – vom ersten Kontakt bis zum Wiederkauf. Wo entstehen Barrieren? Wo geht Vertrauen verloren? Und wo liegen die konkreten Hebel?
Angebote & Dienstleistungen
Passt Ihr Angebot zur Lebenswirklichkeit älterer Menschen? Ich prüfe, wo Anpassungsbedarf besteht – und zeige, wie Sie bestehende Angebote besser positionieren oder neue Zielgruppensegmente erschließen können.
Ältere KundInnen verstehen
Wir erarbeiten gemeinsam, wer Ihre älteren KundInnen wirklich sind, was sie antreibt und zurückhält – und wie Ihr Team sie besser beraten und begleiten kann. Praxisnah, direkt umsetzbar.
Kommunikation & Content
Ich entwickle Inhalte und Kommunikationsansätze, die ältere KundInnen und ihre Angehörigen ansprechen – online wie offline, im stationären Handel genauso wie im Onlineshop.
GEO & SEO
Wer heute nach Angeboten sucht, fragt nicht mehr nur Google – er fragt ChatGPT, Perplexity oder den KI-Assistenten im Browser. Gemeinsam mit einem spezialisierten Partner zeige ich Ihnen, wie Sie dort sichtbar werden, wo Ihre Zielgruppe heute sucht.
Lassen Sie uns sprechen.
Der demografische Wandel ist keine abstrakte Zukunft – er verändert Ihre Zielgruppen gerade jetzt. Wenn Sie verstehen wollen, welche Chancen darin stecken, freue ich mich auf ein erstes Gespräch.
Füllen Sie entweder das Formular aus – oder schreiben Sie mich direkt an anja@owl-lab.at.