Gesundheit & MedTech

Credit: Shutterstock
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Pharmaunternehmen, MedTech-Hersteller und Health-Tech-Anbieter entwickeln Produkte für einen Markt, der sich gerade fundamental verändert. Die größte und kaufkräftigste Nutzergruppe – Menschen ab 60 – wird älter, anspruchsvoller und selbstbewusster. Gleichzeitig verschiebt sich der Schwerpunkt: Weg von Akutversorgung, hin zu Prävention und Eigenverantwortung. 

Aber zwischen einem Produkt, das funktioniert, und einem Produkt, das gekauft, genutzt und weiterempfohlen wird, liegt oft eine entscheidende Lücke: Das Verständnis dafür, wie ältere Menschen und ihre Familien tatsächlich entscheiden – und was sie wirklich brauchen.

Hinzu kommt: Medizintechnische Produkte und digitale Gesundheitslösungen durchlaufen aufwändige Zulassungsprozesse, werden für Regulatoren entwickelt und im Markt durch Fachkreise eingeführt. Wie sie beim tatsächlichen Endnutzer ankommen – ob sie im Alltag funktionieren, angenommen werden und Vertrauen aufbauen – ist eine völlig andere Frage. Und eine, die viele Hersteller zu spät stellen.

Fehler, die wir häufig sehen:

#1 – Produkte werden für Regulatoren entwickelt, nicht für NutzerInnen

Zulassungsanforderungen, klinische Studien, Erstattungsfähigkeit – das sind die zentralen Hürden im MedTech-Entwicklungsprozess. Verständlich. Aber was dabei zu kurz kommt: die Frage, ob das Produkt im Alltag älterer Menschen tatsächlich funktioniert. Schriftgrößen, Bedienlogik, Handhabung, Verpackung, Sprache der Beipackzettel – all das wird für Zulassungsbehörden optimiert, nicht für 75-Jährige mit leichter Sehschwäche und Skepsis gegenüber Neuem.

Das Ergebnis: Produkte, die klinisch überzeugen, aber in der Praxis scheitern – zurückgegeben, nicht nachgekauft, nicht weiterempfohlen.

#2 – Die Gatekeeper werden nicht als Zielgruppe verstanden

Wer entscheidet, welche Produkte ältere Menschen kennenlernen, ausprobieren und kaufen? Neben Hausärztinnen, ApothekerInnen, Community Nurses – also klassischen AnsprechpartnerInnen – kommen pflegende Angehörige zwischen 45 und 60 hinzu, die recherchieren, vergleichen und letztlich beauftragen – eine Zielgruppe, die in der MedTech-Kommunikation noch immer kaum vorkommt.

#3 – Digitale Gesundheitslösungen überschätzen die Technologieakzeptanz

Health-Apps, Telemonitoring, smarte Medikamentendispenser, KI-gestützte Diagnostik – der Markt für digitale Gesundheitslösungen wächst rasant. Aber die Adoptionsrate bei der Generation 65+ bleibt weit hinter dem Potenzial. Der Grund ist selten Technikfeindlichkeit – er liegt in fehlender Begleitung, unklarem Nutzen und mangelndem Vertrauen. Wer digitale Lösungen für ältere NutzerInnen entwickelt, muss verstehen: Akzeptanz entsteht nicht durch Features, sondern durch Vertrauen, Einfachheit und das Gefühl, dass jemand da ist, wenn etwas nicht funktioniert.

Credit: Bill Lorenz

Warum jetzt: Der Markt verändert sich

Die Babyboomer-Generation ist die erste Ruhestandsgeneration, die mit Technologie groß geworden ist – und die gleichzeitig hohe Ansprüche an Qualität, Wirksamkeit und Nutzbarkeit stellt. Sie ist informierter als jede Generation vor ihr, recherchiert aktiv, vergleicht und entscheidet so viel es geht selbst. Das verändert den Gesundheitsmarkt grundlegend: Weg vom passiven Patienten, hin zum aktiven Gesundheitskonsumenten. Hinzu kommt die anfängliche Beratung durch Angehörige, oft Kinder, die mit dem Alter stetig wächst. 

Gleichzeitig verlagert sich der Schwerpunkt des Gesundheitssystems. Prävention, Eigenverantwortung und das Leben mit chronischen Erkrankungen im häuslichen Umfeld werden wichtiger. Der Bedarf an Produkten, die nicht im Krankenhaus, sondern im Alltag funktionieren – leise, verlässlich, einfach – wächst kontinuierlich.

Das sind auch die Gründe, warum ich SmartBuildingsCompass.com gegründet habe: Um Orientierung zu schaffen und jene Lösungen sichtbar zu machen, die Menschen dabei unterstützen, länger sicher, selbstbestimmt und gesund zu leben.

Was ich konkret für Sie tun kann

Zielgruppen-Analyse

Wer nutzt Ihr Produkt tatsächlich – und wer entscheidet über den Kauf oder die Empfehlung? Ich analysiere die realen Lebenslagen, Entscheidungswege und Kaufmotive älterer NutzerInnen, ihrer Angehörigen und der relevanten Fachkreise.

Positionierung

Ich prüfe, ob Ihr Angebot zur Lebenswirklichkeit älterer Menschen passt – in der Produktgestaltung, in der Kommunikation, in der Vertriebsstrategie. Und ich zeige konkret, was angepasst werden sollte, damit Ihr Angebot nicht nur zugelassen, sondern auch angenommen wird.

User-Feedback

Bevor ein Produkt scheitert, weil es in der Praxis nicht funktioniert – lieber vorher testen. Ich organisiere strukturiertes Feedback von älteren NutzerInnen und pflegenden Angehörigen: Durch Interviews, begleitete Nutzungstests oder Fokusgruppen. So erfahren Sie frühzeitig, wo Ihr Produkt überzeugt – und wo es im Alltag der Zielgruppe verloren geht.

Die Zielgruppen verstehen

In Workshops erarbeiten wir gemeinsam, wie Ihre Teams – Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb, Kundenservice – ältere NutzerInnen und ihre Angehörigen besser verstehen und gezielter ansprechen können.

Kommunikation & Content

Ich entwickle Inhalte und Kommunikationsansätze, die Vertrauen aufbauen – bei den NutzerInnen selbst, bei pflegenden Angehörigen und bei professionellen MultiplikatorInnen. Sachlich, empathisch und wirksam.

GEO & SEO

Angehörige und ältere Menschen suchen heute auch in KI-Systemen nach Produkt- und Lösungsempfehlungen. Ob Ihr Angebot in diesen Antworten vorkommt, hängt davon ab, wie gut Sie heute inhaltlich aufgestellt sind. Gemeinsam mit einem spezialisierten Partner zeige ich Ihnen, wie Sie in Suchmaschinen und KI-Systemen sichtbar werden – mit Inhalten, die gefunden werden, und einer Positionierung, die auch algorithmisch funktioniert.

Lassen Sie uns sprechen.

Der Gesundheitsmarkt der Zukunft wird von älteren Menschen und ihren Familien geprägt. Wer versteht, wie sie denken, entscheiden und kaufen, hat einen entscheidenden Vorsprung. Ich freue mich auf ein erstes Gespräch.

Füllen Sie das Formular aus – oder schreiben Sie direkt an anja@owl-lab.at.