Tourismus & Gastronomie
Die Generation 65+ ist kein Randsegment im Tourismus. Viele ältere Reisende verfügen über Zeit, Reiseerfahrung und Kaufkraft, bleiben länger und sind auch außerhalb der Hauptsaison unterwegs. Wer sie überzeugt, gewinnt häufig loyale KundInnen – und profitiert von einer Zielgruppe, die Qualität erkennt und gute Erfahrungen aktiv weiterempfiehlt.
Gleichzeitig ist sie in Hochglanzprospekten, auf Buchungsplattformen und in Marketingkampagnen kaum sichtbar.
Dazu kommt eine zweite, strategisch wichtige Dimension: Familienevents. Geburtstage, Jubiläen, Hochzeiten, Generationenurlaube – Veranstaltungen, bei denen Menschen zwischen 5 und 85 gemeinsam feiern und reisen. Locations, Hotels und Restaurants, die auch für ältere Gäste und Menschen mit eingeschränkter Mobilität problemlos zugänglich und angenehm sind, werden aktiv bevorzugt. Wer das nicht erfüllt, fällt bei der Buchungsentscheidung oft schon in der Recherche heraus – ohne es zu merken.
Der Markt ist da. Die Nachfrage auch. Was fehlt, ist ein präzises Verständnis dafür, was diese Gäste wirklich brauchen. In diesem Segment arbeiten wir für barrierefreie Bau- und Sanierungskonzepte mit ExpertInnen aus Deutschland und Österreich zusammen.
Fehler, die wir häufig sehen:
#1 – Lukrative Gästezielgruppe ist im Marketing unsichtbar
Viele Hotelwebsites, Reiseprospekte und Instagram-Feeds zeigen noch immer vor allem junge, sportliche Menschen. Die Generation 65+ bleibt dagegen oft unsichtbar – obwohl gerade sie für den Tourismus eine hoch relevante Zielgruppe ist: erfahren, zeitlich flexibler, häufig länger unterwegs und wichtig für die Nebensaison. Das ungewollte Signal lautet: Ihr seid nicht gemeint. Wer diese Gäste gewinnen will, braucht keine plakativen Seniorenrabatte, sondern Kommunikation, die ihre Lebensrealität, Ansprüche und Reisemotive ernst nimmt.
#2 – Barrierefreiheit wird als Nischenthema behandelt
Stufen am Eingang. Zu schwere Türen. Speisekarten in Schriftgröße 8. Bäder ohne Haltegriff. Was intern als „Sonderfall“ gilt, betrifft in Wirklichkeit einen wachsenden Anteil der Gäste – direkt oder indirekt. Denn wer ein Familienevent bucht, wählt den Ort danach aus, ob die 80-jährige Großmutter problemlos dabei sein kann.
Barrierefreiheit ist kein Sozialprojekt, sondern ein Buchungskriterium.
#3 – Digitale Buchungsprozesse schließen ältere Gäste aus
Komplexe Buchungsmasken, fehlende Telefonoptionen, unübersichtliche Stornoregeln, winzige Buttons – was für jüngere NutzerInnen selbstverständlich ist, ist für viele 65+ eine echte Hürde.
Hinzu kommt: Ältere Reisende buchen seltener über Plattformen und häufiger direkt – wenn man sie lässt und ihnen dabei ein gutes Erlebnis bietet. Wer diesen Kanal nicht pflegt, verschenkt Direktbuchungen und gibt Provision an digitale Buchungsplattformen ab.
Warum jetzt: Der Markt verändert sich
Die Babyboomer-Generation hat Zeit, Geld und den Wunsch, beides zu nutzen. Waren Senioren früher im Schnitt etwa ein Jahrzehnt in Pension, so sind es nun 22-25 Jahre. Und sie ist die erste Rentner-Generation, die mit Reisen groß geworden ist – und die ihre Standards nicht zurückschraubt, weil sie älter wird. Im Gegenteil: Komfort, Qualität und persönlicher Service werden mit dem Alter wichtiger, nicht unwichtiger.
Gleichzeitig verändert sich die Zusammensetzung von Reisegruppen. Mehrgenerationenurlaube nehmen zu. Immer mehr Familien suchen Destinationen, Hotels und Restaurants, die für alle funktionieren – von den Enkeln bis zu den Großeltern. Wer hier ein stimmiges Angebot hat und es sichtbar macht, wird zum bevorzugten Ort für genau diese Anlässe.
Dazu kommt der gesundheitstouristische Trend: Prävention, Regeneration, Bewegung und mentale Gesundheit sind für die Generation 60+ keine Wellness-Extras, sondern zentrale Reisemotive. Es gilt, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden selbständig und so gesund als möglich wohnen bleiben zu können. Angebote, die das ernst nehmen und nicht als Seniorenprogramm verpacken, treffen einen Nerv.
Und wer heute nach „barrierefreies Hotel Österreich“ oder „Restaurant für Familienfeier mit Rollstuhlfahrer“ sucht – der fragt zunehmend nicht mehr nur Google, sondern auch KI-Systeme. Ob Ihr Betrieb in diesen Antworten vorkommt, entscheidet sich heute.
Was ich konkret für Sie tun kann
Zielgruppen-Analyse
Wer sind Ihre älteren Gäste wirklich? Was löst bei ihnen eine Buchungsentscheidung aus – und was hält sie zurück? Ich analysiere Reisemotive, Entscheidungsprozesse und blinde Flecken in Ihrer Zielgruppenansprache.
Positionierung
Ich prüfe, ob Ihr Angebot zur Lebenswirklichkeit älterer Gäste passt – und zeige konkret, wo Anpassungsbedarf besteht: im Produkt, in der Kommunikation, im Buchungsprozess und im Außenauftritt.
User-Feedback
Ich organisiere strukturiertes Feedback von älteren Gästen und Familien: Durch Interviews, begleitete Aufenthalte oder gezielte Befragungen. So erfahren Sie frühzeitig, wo Ihr Betrieb überzeugt – und wo er die Erwartungen seiner wichtigsten Gästegruppe still verfehlt.
Die Zielgruppen verstehen
In Workshops erarbeiten wir gemeinsam, wie Ihre MitarbeiterInnen – an der Rezeption, im Service, im Eventbereich – ältere Gäste, Familien und Menschen mit eingeschränkter Mobilität besser verstehen, ansprechen und begleiten können.
Kommunikation & Content
Ich entwickle Inhalte und Kommunikationsansätze, die Ihre Zielgruppen tatsächlich erreichen – für Direktbuchungen, für Familienevents, für Kooperationen mit Reiseveranstaltern. Online wie offline, mit der richtigen Sprache für die richtigen Menschen.
GEO & SEO
Ältere Reisende und ihre Familien suchen heute auch in KI-Systemen nach Empfehlungen – nach barrierefreien Hotels, zugänglichen Restaurants, geeigneten Eventlocations. Gemeinsam mit einem spezialisierten Partner zeige ich Ihnen, wie Sie in Suchmaschinen und KI-Systemen sichtbar werden – mit Inhalten, die gefunden werden, und einer Positionierung, die auch algorithmisch funktioniert.
Lassen Sie uns sprechen.
Die kaufkräftigste Reisegeneration erwartet mehr als einen Seniorenrabatt. Wenn Sie verstehen wollen, wie Sie sie wirklich gewinnen – und begeistern – freue ich mich auf ein erstes Gespräch.
Füllen Sie das Formular aus – oder schreiben Sie direkt an anja@owl-lab.at.